Das Bildungs- und Familienzentrum Vielinbusch wird getragen von der Unternehmergesellschaft Vielfalt in Tannenbusch. Wir sind eine soziale Organisation und sind gemeinnützig. Die Unternehmergesellschaft ist aus sieben Jahre ehrenamtlicher Arbeit des Arbeitskreises Vielfalt in Tannenbusch (AK Vielfalt) entstanden.

Der AK Vielfalt besteht aus aktiven Bürgern und Organisationen im Tannenbusch. Er war im Projekt "Soziale Stadt NRW" aktiv. Seit 2011 hat sich dieser AK zusammengetan mit dem AK Migration des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Kreisgruppe Bonn. Beide AKs hatten gemeinsame Ziele. Es war sinnvoll, gemeinsame Sitzungen abzuhalten.

Aus dieser gemeinsamen Arbeit ist eine Unternehmergesellschaft (UG) entstanden. Die UG besteht aus acht sozialen Organisationen, die gemeinnützig sind. Vier davon sind Migrantenorganisationen, zwei interkulturelle Vereine und zwei weitere Vereine. Diese sind in ABC-Reihenfolge:

Die Arbeit der UG wurde 2019 im Auftrag der Stadt Bonn von einem externen Institut evaluiert. Die Ergebnisse sind erfreulich und bestätigen uns, so weiterzumachen, wie bisher. Die Evaluation der „in puncto: pfaender & team GmbH“ stellt fest, dass alle Forderungen aus dem Vertrag mit der Stadt Bonn erfüllt werden. Darüber hinaus werden Alleinstellungsmerkmale festgestellt, die das Haus Vielinbusch ausmacht und die zu dem bisherigen Erfolg geführt haben:

  1. Beziehungsarbeit ist Konzept des Hauses
  2. Ein offener multifunktionaler Eingangsbereich ist Herzstück und Visitenkarte des Hauses.
  3. Schwer erreichbare Zielgruppen mit Migrationshintergrund werden durch eine gezielt breite Vielfalt an Kommunikationsformen erreicht.
  4. Ehrenamtliche sind „tragende Säule“ der Arbeit.
  5. Gesellschafter des Trägers (UG Vielfalt) sind maßgebliche Anbieter von Angeboten vor Ort.
  6. Haus Vielinbusch hat sich zu einem Beratungszentrum entwickelt.

Zitat aus der zusammenfassenden Evaluation:
“Mit den beschriebenen Tätigkeiten kommt dem neuen Interkulturellen Bildungs- und Begegnungszentrum (IKBFZ) Haus Vielinbusch im Stadtteil eine entscheidende Rolle zu. Als Treffpunkt für Nachbarschaft und Kristallisationspunkt für Stadtteilleben und -kultur leistet es einen Beitrag zur Stärkung der Quartiersidentität. Als Anbieter von umfangreichen Angeboten insbesondere zur Stärkung von Eltern in ihrer Erziehungs- verantwortung werden wichtige Grundlagen dafür gelegt, mehr Eltern für Sinn und Notwendigkeit der För- derung ihrer Kinder bereits im Kleinkindalter zu sensibilisieren und sie zu befähigen, deren Entwicklung frühzeitig und gezielter zu fördern. Indem zunehmend mehr Besuchende zur Inanspruchnahme von Bera- tungs- und Unterstützungsmaßnahmen motiviert werden, werden letztlich auch zuständige Fachbereiche der Stadtverwaltung (z.B. Soziales, Kinder, Jugendpflege, Familie) oder Träger z.B. der Familien-, Kinder- und Jugendhilfe überhaupt erst bzw. frühzeitiger als bisher in die Lage versetzt, Bewohnende in Not-, Kon- flikt- und Krisensituationen zu unterstützen und ihnen die zur Bewältigung ihrer Probleme notwendigen bzw. geeigneten Unterstützungsmaßnahmen zukommen zu lassen. Jede der genannten Tätigkeiten bildet einen weiteren Baustein zur Stärkung der Lebensqualität im Stadtquartier insbesondere für Familien und Frauen – bisher überwiegend mit Migrationshintergrund und Arabisch als Familiensprache.
Der besondere Beitrag des Zentrums für alle Geschlechter und Generationen liegt in seiner Mehrdimensio- nalität und Offenheit als Netzwerkknoten. Angesichts der sehr guten Vernetzung im Stadtteil ist davon aus- zugehen, dass Kooperationspotenziale auch zukünftig genutzt werden, denn die Organisationen im Stadtteil sind zum Nutzen der Zielgruppen interessiert und offen für Zusammenarbeit und gemeinsame Projekte.“